Der Verein - Geschichte
1900 bis 1968
In den Jahren vor und nach der Jahrhundertwende bis zum Ausbruch des 1.Weltkrieges war das Musikcorps vor allem bei den örtlichen Festen und wiederum bei den überörtlichen Festtagen im Einsatz.
Nach dem Ende des Kaiserreichs und den schwierigen Jahren danach verringerte sich die Zahl der Musiker der damaligen Kapelle immer mehr, so dass sich die Gemeinde im Jahr 1923 veranlasst sah, eine neue Kapelle ausbilden zu lassen. Sie verpflichtete dazu den Musiklehrer Franz Bucher, der die 20 jungen Musiker bis zum März 1925 musikalisch leitete. Diese neu ausgebildeten Musiker, die sich 1923 so zu einer „Musikgesellschaft“ zusammenschlossen, schufen so die Grundlage für die heutige Musik- und Feuerwehrkapelle Königheim.

Bei den ersten Wahlen, die noch im gleichen Jahr abgehalten wurden, wählten die Königheimer Musiker Josef Zimmermann zu ihrem Vorsitzenden. Die notwendigen Instrumente kauften die Musiker mit Geldmitteln, die die Gemeinde dem jungen Verein vorschoss, der jeweilige Dirigent wurde bis zum Ende des 2.Weltkrieges von der Gemeinde bezahlt. Als Gegenleistung verpflichteten sich die Musiker einen Waldweg auszubauen, der noch heute als Musikantenweg bekannt ist. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte die noch junge Kapelle im November im Gasthaus „Adler“, wo sie zum Kerwetanz aufspielen konnte.

4 Jahre nach ihrer Gründung wurde die Musikgesellschaft am 08.02.1927 in einen Musikverein umgewandelt, dessen Vorstandschaft sich wie folgt zusammensetzte:
Josef Zimmermann (aktiv) 1.Vorstand, Josef Faulhaber (passiv) 2.Vorstand, Max Uihlein (aktiv) Schriftführer, Hugo Reinhard (aktiv) Kassier, Dirigent Oberlehrer Lerch (1925-1927), Beisitzer Oskar Faulhaber und Alois Reinhart .
Gleich 2 große Feste fanden in Königheim im Jahr 1928 statt. Unter der Federführung des neuen Vorstandes Josef Zugelder und des neuen Dirigenten Gerstenkorn veranstaltete der Musikverein vom 09.-11.Juni 1928 ein großes Musikfest.

Nachfolger von Dirigent Gerstenkorn wurde 1933 Heinrich Steffan aus Dienstadt, der die Kapelle bis 1952 als Dirigent leitete.
Der 2.Weltkrieg verlangte auch in Königheim seinen Tribut. Nach dem Ende des Krieges musste sich die Musikkapelle wieder neu zusammenfinden und so wagten einige Musiker unter Federführung des Dirigenten Heinrich Steffan und Alois Kauzmann einen Neuanfang. Da die finanziellen Mittel doch sehr beschränkt waren und ein vernünftiger Neubeginn dadurch sehr erschwert war, regten der damalige Bürgermeister Josef Honikel und Feuerwehrkommandant Josef Kappler an, die Musiker als Feuerwehrkapelle in die Freiwillige Feuerwehr zu integrieren. Hauptaufgabe der Kapelle war es, bei Übungen und Bränden die Hornisten für die Alarmierung zu stellen. Als Gegenleistung für die Ausstattung mit Uniformen bauten die Musiker erneut einen Waldweg aus.

Mitte der fünfziger Jahre beendeten viele der älteren Musiker ihre aktive Tätigkeit und die Kapelle hatte bis 1964 eine schwierige Zeit zu überstehen. Nachdem Heinrich Steffan 1952 aus gesundheitlichen Gründen den Dirigentenstab niedergelegt hatte, folgten ihm die Herren Dondieck (1952), Walter Stöhr (1953-1955) und Georg Göhler (1960-1964). Ab 1964 war Dieter Dewor für die musikalischen Belange verantwortlich. Er leitete die Kapelle bis 1989.

 

Gartenfest 1925
Gartenfest 1925
Musikfest 1927
Musikfest 1927
Erntedankfest 1953
Erntedankfest 1953
Fasching 1959
Fasching 1959